Sie sucht ihn - wer von uns Männern hat noch nicht in in die entsprechende Rubrik in den Tageszeitungen geschaut? Bestimmt 95% haben schon mal reingeschaut, doch wie viele haben auch darauf geantwortet? Sehr wenige - doch warum?
Jeder kennt die Chiffre-Anzeigen der Presse, man findet sie überall von der Tageszeit bis zum Stadtmagazin gehören sie zum Standard fast jeder Ausgabe, doch warum funktionieren sie so viel schlechter als zum Beispiel Anzeigen im Immobilien-Teil?
Schauen wir uns doch mal einige typische Anzeigen aus den “Sie sucht ihn” oder “Er sucht sie” Rubriken an.
Für die Verlage ist das noch immer ein nettes Zubrot, aber für den Kunden bzw. die Kundin meistens nicht so viel wert. In so wenigen Worten kann man sich nicht beschreiben und ein Bild fehlt in der Regel auch. Da sind Profile auf den angesagten Datingportalen wiie Friendscout24, neu.de und flirt-fever schon besser.
Man stelle sich doch einfach mal folgende Geschichte vor:
Tag 1: Claudia M. aus K. 34 Jahre alt beschliesst ihrem Singledasein ein Ende zu bereiten und kauf sich eine Chiffre-Anzeige bei einer regionalen Tageszeitung in der Rubrik “Sie sucht ihn”. Ihr Text lautet “Nettes Mädel Mitte 30, mit beiden Beinen fest im Leben, blond, schlank sucht Mann für gemeinsame Stunden und die schönen Dinge des Lebens. Chiffre 4711-0815″
Tag 3: Die Anzeige erscheint.
Tag 6: Claudia bekommt 8 Briefe von der Zeitung geschickt. Vier der Briefe enthalten ein Anschreiben was augenscheinlich mittels der Serienbrieffunktion einer Textverarbeitung erstellt wurden, weitere zwei Briefen enthalten kein Photo und die letzten zwei Briefe sind ganz ok. Genau ganz ok aber lange nicht perfekt. Aber was solls, der Weg war weit und jetzt sollte man sich die zwei Herren wenigstens anschauen. Claudia beschliesst also mit ihnen am nächsten Tag zu telefonieren.
Tag 7: Telefontag: Kandidat 1- leider nicht in der Lage einen geraden Satz rauszubringen und fällt somit durchs Raster in Claudias Beuteschema. Kanditat 2: Mr. Right - 1 Std. haben die beiden telefoniert und alles scheint zu passen - also verabredt man sich zu einem Glas Wein in der Altstadt am nächsten Tag.
Tag 8: Wein und Tränen. 20 Uhr - ein nettes Weinlokal in der Altstadt von K. Claudia sitzt schon seit 30 Minuten im Lokal und wartet auf ihr Date. Dann kommt er rein und lächelt Claudia an. Sie unterhalten sich, alles scheint Perfekt zu sein - bis Claudia den Ehering bemerkt. Dann kommt das was man sich denken kann “Wir leben getrennt … wir lassen uns scheiden … es ist nur wegen den Kindern …”
Über eine Woche ist vergangen und der Erfolg ist aus geblieben - klar kann die Suche nach der grossen Liebe länger dauern als eine Woche, aber nur ein wirklich vielversprechender Kontakt in diesem Zeitraum ist nicht gerade das was man sich so vorstellt.
Ist es da nicht besser mit dem Schleppnetz am Karpfenteich zu stehen als eine Anzeige in der Rubrik Sie sucht ihn zu inserieren? Hier spielen die Singlebörsen klar ihre Vorteile aus, einfach zu bedienen, viele Gleichgesinnte und Kontakte mit Photos wohin das Auge nur schaut.
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